Spampost
Habe heute einen Brief der “Schober Information Group” (www .schober.de) erhalten. Ich soll an einer Konsumentenbefragung teilnehmen, “die das Kaufverhalten und die Kaufgewohnheiten von Personen und Familien untersucht”. Wer sich an gewöhnliche Spammails aus seiner Mailbox erinnert fühlt, liegt genau richtig, nur dass hier die Formulierung in einem ordentlichen Hochdeutsch gehalten ist und einem nicht “f*u*c*k* my daughter” aus der Betreff-Zeile entegegenschreit.
Dank des Internets war diese sogenannte Umfrage auch schnell als billige Datensammelmethode enttarnt, wie man in Zornos Marketing Tagebuch nachlesen kann.
Die Fragen der Umfrage sind aber recht witzig, mal ein paar Beispiele:
“Werden in Ihrem Haushalt regelmässig Damenhygiene-Produkte verwendet?”
“Wie verhüten Sie bzw. Ihr Partner? Pille, Spirale, andere Methode, gar nicht?” Kondome werden wohl zu selten benutzt, um das abzufragen …
“Haben Sie im Zweiten Weltkrieg Angehörige verloren?”
“Beabsichtigen Sie zu heiraten? 2004, 1. HJ 05, 2. HJ 05, nein?”
“Wie hoch ist das monatliche Nettoeinkommen?”
Dazu noch Pflichtangaben zu E-Mailadresse, Handy- und Telefonnummer, Name und Geburtsdatum aller Familienmitglieder … also den kompletten Datenstriptease.
Wer diese Umfrage freiwillig ausfüllt, kann sich schonmal einen zweiten Briefkasten anschaffen, weil der vorhandene überquellen wird …
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