Archiv für Oktober, 2004

Der iPod und mein gesellschaftlicher Status

Seitdem ich den iPod mini habe, bin ich äusserst beliebt. Alle möglichen und unmöglichen Leute, die vorher nicht wirklich viel mit mir zu tun haben wollten, bleiben auf einmal an meinem Schreibtisch im Büro stehen und fangen Diskussionen an: über Apple und iTunes, über MacOs, über Musik, wie man Radio hört, was es an Zusatzmodulen für den iPod gibt. Selbst der Bereichsleiter in meiner Firma (direkt dem Vorstand unterstellt) bleibt bei mir stehen und erzählt freimütig, dass er sich einen Mini wünscht und dass er plant den iTrip – verbotenerweise – in Deutschland zu betreiben.

Ich bin erstaunt, wie ein einfaches Stück grüner Hardware mit einem angebissenen Apfel soviel Aufmerksamkeit erregen kann. Ist doch auch “nur” ein MP3 Player. Was passiert dann erst, wenn ich ein iBook oder ein Powerbook auf der nächsten LAN-Party auspacke?

Zitat

Man sagt, wenn man eine Windows-CD rückwärts abspielt, kann man
satanische Verse hören. Aber das ist halb so schlimm, denn
wenn man sie vorwärts abspielt, installiert sie Windows!

(in irgendeiner Sig gefunden)

iPod Mini 2

Mein iPod Mini Mein iPod Mini ist nun heute endlich gekommen. Insgesamt hat es grad mal 3 Werktage gedauert und einer davon ist der Post zuzurechnen (bin nun mal tagsüber auf Arbeit). Nochmal einen schönen Dank an cyberport.de für die schnelle Lieferung, was man bei iPods nicht hoch genug einschätzen kann, da Apple wohl mit der Produktion nicht hinterherkommt und weltweit Lieferschwierigkeiten bestehen.

Im Gegensatz zum “normalen” iPod ist der Mini ein wirkliches Leichtgewicht und passt hervorragend in der Hand. Konnte heute gleich mal den Vergleich zu einem 40 GB iPod machen, allein schon der Gewichtsunterschied ist gewaltig. Nachteil ist halt, dass das integrierte Microdrive halt nur 4 GB fasst, für manche Menschen passt da nicht mal die Hälfte ihrer Musiksammlung drauf. Ich komme damit aber sehr gut zurecht und mir war ein kompakter (und natürlich auch erheblich billigerer) Player wichtiger als eine grosse Speicherkapazität.

Einziges Problem was ich bisher hatte, war die Erst-Inbetriebnahme. Da ich natürlich keine Lust hatte in die Handbücher zu schauen, hat iTunes nach dem Anschliessen an den Rechner per USB den iPod nicht gefunden und stur gemeldet: “Kein iPod angeschlossen”. Erst nach einer Internetrecherche (nicht im Handbuch!) stellte sich heraus, dass die iPods standardmässig eine Mac-formatierte Festplatte haben und sich nicht unter Windows betreiben lassen. Erst nach Installation der iPod-Software unter Windows wird der iPod neu formatiert und danach steht er ohne Probleme zur Verfügung.

Danach konnte es endlich loslegen und ich konnte ihn mit meiner Musksammlung befüllen. Der Klang der mitgelieferten Ohrstecker ist in Ordnung, die Bedienung komfortabel (auch wenn ich mit meinen Wurschtfingern das empfindliche Click-Wheel immer zu weit drehe). Die weissen Ohrstecker sind übrigens in machnen Teilen der Welt (z.B. London) inzwischen zu so einem grossen Statussymbol geworden, dass die Polizei dort rät [b]keine[/b] weissen Ohrhöhrer zu verwenden, da die Kriminellen es auf solche Leute extra abgesehen haben und den iPod einkassieren. Krass!

Allerdings hat der iPod es aber auch wirklich verdient. Ein wirklich schöner MP3 Player.
Hier noch ein paar Impressionen:

Mein iPod Mini [singlepic id=173 w=160 h=120 float=left] Mein iPod Mini

25000

Nachdem andere schon wesentlich mehr Besucher feiern konnten, konnte ich heute auch endlich meinen 25000. “Unique Visitor” (seit Mai 2004) begrüssen … es war natürlich Mr. Google Bot *seufz* ;)
Der erste menschliche Besucher nach der magischen Zahl 25.000 war wohl der Andre, erkennbar am IBM-Netz ;) Schreib mal wieder was Junge!

Allerdings hat sich die Zählweise seit Beginn der Zählung zweimal geändert, einmal kurz nach Einführung und dann nach Umstellung des Blogs auf s9y. Grade die letztere Umstellung hat zu deutlich weniger Visitors in der Statistik geführt, da ich es nicht geschafft habe, bbclone im RSS-Feed von s9y aufzurufen.

Trotzdem kann ich doch irgendwo stolz sein, habe ich doch auch ohne die RSS-Visitors durchschnittlich 250 “Uniquie Visitors” pro Trag. Und das nach effektiv (alle Ruhezeiten meinerseits rausgerechnet) nach nicht einmal einem halben Jahr.

Danke jedenfalls an alle regelmässigen und auch nicht so regelmässigen Besucher, fühlt euch wohl, dort hinten gibts Kaffee und Kuchen, für Musik ist auch gesorgt. Ich hoffe es gefällt euch :)

Ich hasse Lurchi!

Zugegeben, ich bin in der DDR augewachsen und konnte mit Lurchi eigentlich nicht viel anfangen, mehr noch ich kannte ihn eigentlich nicht mal. Er war mir vollkommen egal.

Bis gestern.

Seit gestern verbreitet sich ein schrecklicher Virus in deutschen Weblogs. Der Lurchi-Virus!!! argh! *schüttel* Der eine ruft den Lurchi-Kampftag aus, der andere zieht für Lurchi in den Krieg, wieder andere möchten nicht, dass Lurchi stirbt. Es ist einfach schrecklich, Millionen von Blogschreibern wurden schon infiziert, wieviel andere unschuldige Lurchi-Hasser müssen noch unter diesem ekelhaften zweibeinigen Kriechtier leiden?

Deshalb rufe ich hiermit ultimativ zum Gegenschlag auf: Tötet Lurchi! Hängt ihn höher!

Zur Unterstützung meiner Kampagne hier noch das entsprechende Banner dazu:

Tötet Lurchi

Li(v)e Girls

Nun fange ich doch an den US-Wahlkampf zu thematisieren. Eigentlich wollte ich ja nicht, aber das hier ist gut:

Lie Girls – schmutzige Mädchen machen alles was du hören willst (Tip: einfach mal das Commercial anschauen)

Und ich verspreche hiermit hoch und heilig den völlig überbewerteten – weil im Ergebnis sowieso schon feststehenden – US-Wahlkampf nicht weiter zu thematisieren.

Bush gewinnt sowieso …

via fleshbot

iPod Mini

iPod Mini Seit einiger Zeit überlege ich mir ernsthaft in das Apple-Lager überzuwechseln. Ein Macintosh Rechner ist halt wirklich was feines. Für gute Produkte muss man aber leider auch gutes Geld hinlegen, weshalb eine Anschaffung eines iBooks momentan erstmal durch mein Finanzministerium gestoppt wurde.

Genehmigt dagegen wurde der Kauf eines Apple iPod mini. Juhuu! Ich freu mich. Endlich ein Apple-ianer ;)

Da ich meine Musik sowieso schon länger mit iTunes verwalte, ist auch keine grosse Umgewöhnung notwendig. Auch meine – noch nicht so zahlreiche – im iTMS gekaufte Musik kann ich dann auch endlich unterwegs hören. Und zum joggen ist das Gerät ja praktisch gemacht.
Bestellt habe ich bei cyberport.de und zwar in Grün. Arktis.de hat zwar auch ein gutes Angebot und einen wirklich komfortablen Shop, aber die lange Lieferzeit (26.11.) hat mich dann doch abgeschreckt. Vom originalen Apple-Store liest man auch immer wieder von längeren Lieferzeiten.
Nun bin ich schon ganz unruhig und kann es kaum erwarten, dass der Postbote endlich ein Paket hier abliefert …

Lost

Lost

Da ich momentan krank geschrieben bin, habe ich mir auch die zweite (neue) amerikanische Serie, die momentan praktisch ohne Zeitversatz im Original von Premiere ausgestrahlt wird, angeschaut.

“Lost” (imdb) kann man im Prinzip als Flugzeugabsturz-Katastrophenfilm im Serienformat bezeichnen. Ein Flugzeug stürzt auf eine einsame Insel irgendwo im Pazifik ab. Da sie vorher mehr als 1000 Meilen vom Kurs abgekommen waren, suchen die Suchtrupps an der falschen Stelle. Die Überlebenden müssen nun allein zurecht kommen.

Wie gesagt: man kann “Lost” so bezeichnen, muss man aber nicht.

Ich hatte mir eigentlich nicht viel versprochen, auf einen Katastrophenfilm in 24 Teilen hatte ich eigentlich keine Lust. Aber schon nach wenigen Folgen, schaue ich wie gefesselt zu, wie die Handvoll Überlebender mit sich und der Insel um ihr überleben kämpfen.
Die Besetzung ist eigentlich typisch für dieses Genre: ein Held (Matthew Fox), eine schöne aber geheimnisvolle Frau für den Helden (Evangeline Lilly), ein Drogensüchtiger (Dominic “Meriadoc ‘Merry’ Brandybuck” Monaghan), ein Fiesling, eine Schwangere, ein paar Familien. Nur der Iraker (Naveen Andrews), der – witzig! – im ersten Golfkrieg gekämpft hat, wohlgemerkt in der republikanischen Garde, fällt etwas aus dem Rahmen. Dafür sind die Rollen aber wirklich Klasse besetzt, die Darsteller kommen überzeugend rüber, man versteht sein Handwerk. Das Setting ist ausserdem wirklich klasse (scheint wirklich ne tropische Insel zu sein, vielleicht ist es aber auch nur ein abgelegener Strand in Florida). Man merkt das viel Geld und Aufwand in den Folgen stecken.

Die Überlebenden merken übrigens schon bald, das das Eiland, auf dem sie nun die nächsten 24 Folgen gestrandet sind, mehr als ein Geheimnis birgt …

Frauen bei der Bundeswehr … äh … Arcor

Mein Nachbar über mir heisst D., Herr D. Er ist ein älterer netter Mann, der zwar ein bisschen schwerhörig ist, aber mit dem man auf dem Flur immer gerne mal ein bisschen schnackselt. Gestern hat er mich um Hilfe gebeten, es ging um seinen Arcor Preselection Anschluss. Er wusste zwar nichts mit dem Begriff Preselection anzufangen, aber es stand da, auf der Mahnung.
Er erzählte mir, dass er niemanden mehr anrufen kann und wenn er es versucht kommt immer nur eine Ansage: “Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar”. Zunächst dachte ich daran, dass da ein Problem bei Arcor besteht, zumal er grad mal nur die 1. Mahnung bekommen hatte. 2 Stunden später steht er jedoch wieder vor der Tür und meint, er hätte gerade einen Anruf bekommen und man hätte ihm gesagt, dass jetzt alles wieder geht. Leider war dem nicht so. Ausgehende Gespräche gingen weiterhin nicht, dafür stellte sich heraus, dass ankommende Gespräche sehr wohl gingen. Also war der Anschluss wohl doch schon gesperrt.

Jetzt stellte sich auch heraus, dass die Mahnung die er mir zeigte, schon einen Monat alt war und die 2. Mahnung auf der Bank geblieben war, weil die Bankangestellten für ihn die Überweisung machen wollten. Ich dachte noch bei mir: “Soso, Bankangestellte überweisen selbständig das Geld ihrer Kunden” als Herr D. mich bat, doch mal bei Arcor anzurufen. Schliesslich hätte er vor wenigen Stunden das Geld überwiesen und jetzt müsste der Telefonanschluss doch wieder funktionieren. Dass ein deutsches Telekommunnikations- unternehmen geschweige denn eine Bank jemals so schnell arbeiten wird, bezweifle ich doch sehr. Trotzdem mal die Arcor-Kundenbetreuung anrufen und an dem menügeführten Ansagesystem von Arcor beinahe verzweifeln: “Telefon gesperrt” läuft ja fast unter “technische Probleme” also die 2 und die 5 gedrückt oder so ähnlich und dann noch 1 Minute in der Warteschleife verbracht. Ging ja schnell. Nachdem die einsilbige Arcor-Kundenbetreuerin sich mein Problem angehört hatte und sich das mal genauer ansehen sollte, kam in einem barschen und befehlsgewohnten Tonfall die Frage: “Passwort für den Anschluss?” Hmm ich war etwas perplex ob des Kommandos und mir und Herr D. waren kein solches Passwort bekannt. Die Frau Feldwebel … äh … Kundenbetreuerin kannte darauf nur eine schickalhafte Antwort: “Dann kann ich Ihnen nicht weiterhelfen!” und ich sah sie in Zeitlupe schon das Gespräch beenden. Nach einer gestammelten Erklärung, dass Herr D. alt ist und aus gesundheitlichen Gründen ein Telefon braucht und der angemahnte Betrag ja schon überwiesen ist, zwang sich Fr. Kundenbetreuerin sogar noch zu einem Tipp durch: “Versuchen Sie mal die Vorwahl der Telekom, die müsste noch funktionieren.”
Damit begnügte ich mich und probierte es sogleich aus: Die Call-By-Call Telekom Vorwahl 01033 funktionierte tatsächlich noch und Hr. D. ward geholfen.

Was er aber das nächste Mal macht, wenn er die Hilfe der Kundenbetreuung benötigt, wage ich mir aber nicht vorzustellen.

Desperate Housewives

Desperate Housewives Eine typische amerikanische Vorstadt. Weisse Reihenhäuser, grüne Gärten, glückliche Familien. Der Mann verlässt früh morgens in Anzug und Krawatte sein Haus während die glückliche Frau auf die artigen Kinder aufpasst und putzt und … einfach glücklich ist. Alles könnte so schön sein. Auch Mary Alice Young dachte sie wäre glücklich, doch in den ersten Minuten der ersten Folge von “Desperate Housewives” (imdb) schiesst sie sich selbst mit einem Revolver in den Kopf.

Zunächst kann niemand der Nachbarn in der “Wisteria Lane” nachvollziehen warum sie dies getan hat. Doch nach und nach bekommt die Fassade dieser typischen Strasse in einer typischen Vorstadt immer mehr Risse. Da ist z.B. Susan Mayer (gespielt von Teri Hatcher, bekannt aus “Superman”), die von ihrem Mann mit ihrer Tochter für eine Jüngere sitzen gelassen wurde und die von ihrer jugendlichen Tochter Tips für ihr Liebesleben und Dates mit Männern bekommt. Da ist Bree Van De Kamp (Marcia Cross), die ein in jeder Hinsicht perfektes Leben führt, eine perfekte Familie hat und jeden Abend ein perfektes High Cuisine Menü serviert. Selbst als ihr Mann sich wegen ihrer Perfektheit scheiden lassen will, packt sie ihm noch die Koffer. Da ist Gabrielle Solis (Eva Longoria), die ihren Mann nur wegen des Geldes geheiratet hat und ihn wegen seines Geldes mit dem jungen knackigen Gärtner betrügt. Aber ganz besonders ist da auch der Mann der Toten: Paul Young (Mark Moses), der nach ihrer Beerdigung etwas aus dem Pool ausgräbt und heimlich in einem See versenkt. Und nicht zu vergessen Mike Delfino (James Denton), ein neu hinzugezogener Nachbar, der von allen Frauen und ganz besonders Susan Mayer angehimmelt wird, aber doch ein dunkles Geheimnis hat. Aber die Frage, die über allem schwebt: Warum hat sich Mary Alice Young umgebracht?

“Desperate Housewives” ist eine neue Serie, die im September auf ABC angelaufen ist und – man höre und staune – schon jetzt in Deutschland auf Premiere im Originalton läuft (wie auch “Lost”). Nach den ersten beiden Folgen kann ich schon sagen, dass das ein richtiges Highlight ist. Selten sieht man amerikanische Serien mit schwarzem Humor, diese hat davon jedenfalls reichlich. Ganz sicher nicht zu vergleichen mit dem ur-britischem “Black Adder”, aber wie das glückliche Leben in einer amerikansichen Vorstadt aufs Korn genommen wird und die Fassade langsam aber sicher immer mehr bröckelt, ist einfach kurzweilig anzusehen.
Wer Premiere hat, sollte auf jeden Fall einschalten. Alle anderen verpassen was.