Archiv für Juli, 2005

WoW: Gnomeregan-Katastrophe und trotzdem noch Spass gehabt

Ich weiss ich bin böse, hab schon wieder 3 Wochen nichts von mir hören lassen :(

Egal, spiele sehr viel WoW in letzter Zeit und hab jetzt zu meiner Schurkin (17), Priesterin (24), Druidin (23) auch noch einen Jäger auf jetzt Level 31 gespielt. Finli heisst der gute und wie inzwischen alle meine Chars ist auch er auf Nozdormu beheimatet.
Hab ja schon bei meiner Priesterin gedacht, dass die sich – trotz Unkenrufen – sehr gut alleine spielen lässt, aber der Jäger übertrifft alles. Im Solo-Spiel ist er DIE Kampfmaschine schlechthin. Das Pet (Bär) beschäftigt den Gegner (sog. Tanken) und ich halte mit meiner Flinte drauf. Kämpfe gegen gleichlevelige Gegner sind überhaupt nicht herausfordernd und so levele ich meist in Gegenden mit Gegner die 3-4 Level über mir sind. Seit Level 20 rennt er mit dem Aspekt des Geparden auch 30% schneller, was ich wirklich gut finde. Die normale Laufgeschwindigkeit in WoW ist nämlich extrem nervig.

Heute sollte es dann die erste “richtige” Instanz für mich sein. War zwar schon mit Ixaja (Priesterin) in den Todesminen, aber die sind ja noch sehr einfach. Nach Gnomeregan sind wir zu fünft: ich Jäger (30), ein weiterer Jäger (34), 2 Paladine (27 und 28) und ein Magier (30 glaub ich). Und es entwickelte sich zur reinsten Katastrophe. Die Leute waren zwar alle lieb und nett, aber wir sind nicht weit gekommen und insgesamt 4 oder 5 mal gewiped. Zusammen mit meinem Pet hab ich sogar den meisten Schaden ausgeteilt, ein gutes Stück vor dem Magier. Als dann einer der Spieler zum Fussballtraining wollte (Samstag abend 21 Uhr – alles klar) und die Rüstung der Gruppenmitglieder total hinüber war, hat sich die Gruppe dann aufgelöst und nur ich und ein Pala sind übrig geblieben.
Von da an, hat es sich dann aber richtig gut entwickelt. Zuerst sind wir ins Sumpfland ein paar Elite-Quests erledigen. Bald waren wir zu fünft und haben richtig gut zusammen gespielt. U.a. haben wir Nekrosh das Handwerk gelegt und haben die Verschwörung der Dunkelzwerge im Dunkeleisen-Krieg aufgedeckt und verhindert. Gegen 0 Uhr waren wir dann im Sumpfland durch und mit wechselnder Besetzung sind wir dann noch in die Palisaden-Instanz in Stormwind. Da wir alle schon Level 30 waren, waren wir da zwar innerhalb 45 Minuten durch, aber auch das war noch mal richtig geil.

Was lernen wir daraus:
1. aus einer Katastrophe kann sich ganz schnell auch richtig gutes Gruppenspiel entwickeln.
2. Jäger sind nicht nutzlos! :-P

Zum Schluss noch ein paar Screenshots:

WoW Test Server

Gestern abend kurz vorm zu Bett gehen – nach Mitternacht *augenroll* – hab ich mir aus Spass mal den Testclient für World of Warcraft 1.6 installiert. Auf dem Testserver mit der neuen Version darf man sich zwei Level 60 Chars erstellen und da ich bisher nicht über 23 hinausgekommen bin :-P wollte ich einfach mal schauen, wie das so abgeht.

Es gibt 2 Testserver, einer ist schon ausgelastet, während der andere gestern noch auf “niedrig” stand. Also hab ich schnell eine Druidin und eine Priesterin erstellt und mit der Priesterin angefangen. Auf den ersten Blick ist das natürlich absolut verwirrend, das Zauberbuch ist dutzende Seiten lang und die Ubar-Items, die man mitbekommt sagen einem gar nix, aber haben extrem gute Stats. Also einfach mal losmarschiert. Als einziger Greifenzielort von Ironforge aus war Soutshore freigeschaltet. Dort laufen Level 25 Gegner rum, die mit Level 60 keine Gefahr mehr darstellen. Aber ich will ja nur testen …

Am Anfang hatte ich extra geschaut, ob ich PvP-geflagged bin (also die Kämpfe Mensch gegen Mensch aktiv sind), dies war definitiv nicht der Fall. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich unterwegs vielleicht jemanden mit PvP gebufft habe – dann wäre PvP auch bei mir aktiv – aber aus heiterem Himmel überfällt mich plötzlich ein Horden-Schurke und macht kurzen Prozess mit mir. Hmpf! Wegen genau solchen Bedenken bin ich im normalen WoW kaum auf PvP Servern aktiv. Ich will mir die Kämpfe nämlich nicht aufzwingen lassen, alles kommt zu seiner Zeit, wenn ICH Lust dazu habe.

Also Geist freigelassen und wiederbelebt. Zum Glück ist der Schurke schon weitergezogen und becampt meine Leiche nicht. 7 getötete Bären später, ich hatte grad 2 Bären auf mich gelockt, werde ich auf einmal gesheept (sprich: von einem Magier in ein Schaf verwandelt) und danach sofort vom nächsten Schurken angegriffen. Ohne mich zu wehren, lasse ich mich töten, logge mich aus WoW aus und gehe zu Bett.

Für mich steht fest: NIE WIEDER werde ich auf einem PvP-Server spielen. Den Char, den ich dort noch geparkt habe, werde ich löschen und auch keinen wieder anfangen. Für mich persönlich ist es einfach zu frustrierend, das Spiel von anderen Spielern aufgedrückt zu bekommen.
Aber wer weiss, vielleicht sind die Test-Server doch nicht PVP-Server und ich hab einfach jemanden gebufft, der PVP an hatte. Dann wäre es natürlich meine Schuld. Trotzdem werde ich mich in Zukunft von PVP-Servern fern halten.

Der Turm

Nach schätzungsweise 13 Jahren halte ich seit gestern meinen Schatz in den Händen: “Der dunkle Turm VII: Der Turm” von Stephen King ist der siebte Band der “Dunkle Turm”-Saga, dessen erste beide Bücher ich ungefähr 1992 gekauft habe und das mich fasziniert hat, wie kaum ein anderes Buch bzw. Saga. Für mich gehört “Der Dunkle Turm” zusammen mit dem “Herrn der Ringe” zu den besten Büchern aller Zeiten.

Als ich dann die folgenden einleitenden Worte des neuesten, letzten Teils las, lief es mir kalt den Rücken hinunter:

“Wer spricht, ohne aufmerksame Zuhörer zu haben, ist stumm. Deshalb, treuer Leser, ist dieser Abschlussband des Dunklem-Turm-Zyklus dir gewidmet. Lange Tage und angenehme Nächte.”

Stephen King bezeichnet die “Dunkle Turm”-Saga selbst als sein Lebenswerk und beabsichtigt jetzt nach Fertigstellung mit dem Schreiben kürzer zu treten. Seine letzten Bücher liessen zwar die einstige Brillianz vermissen – auch der sechste Band vom “Turm” machte dies deutlich – aber ich danke Herrn King, dass er existiert, dass er mich durch seine Bücher ungezählte Stunden und lange Nächte absolut gefesselt hat, dass er mich in Welten versetzte, die absolut lebensnah und sehr faszinierend waren und immer noch sind. Danke Stephen!

Ja ich weiss, dass ich mit dem letzten “Turm” ziemlich spät dran bin, das Buch ist schon seit November 2004 auf dem Markt, aber bisher hat es sich einfach nicht ergeben, zuzuschlagen. Aber da ich nächste Woche in Leipzig auf Dienstreise sein werde, hat es sich einfach angeboten. Eigentlich hätte es sich zu jedem anderen Zeitpunkt auch angeboten, aber naja ;)
Die ersten 3 Bände habe ich schätzungsweise schon 10 mal gelesen, wenn ich mit Band 7 durch bin, werde ich dann wieder von vorn anfangen und die Geschichte erstmals in ihrer ganzen Komplexität und Schönheit erfahren können.