Mr. und Mrs. Smith Letzten Donnerstag waren wir “Mr. and Mrs. Smith” im lokalen Kino besuchen. Eigentlich wollte ich mir ja Sin City anschauen, aber es hatte sich dann doch noch Damenbegleitung angesagt und da war das Gangster-Pärchen einfach passender.

Angelina Jolie und Brad Pitt, das Traumpaar der Klatschpresse der letzten Monate, spielen das Ehepaar Smith, die nach ein paar Jahren Ehe herausfinden, dass bie beide Killer für konkurrierende “Firmen” sind. Ihr ganzes Eheleben bestand aus einer grossen Show und einem Lügenkonstrukt. Nach einem Auftrag, den sie beide von ihren Auftraggebern erhalten haben, finden sie heraus, dass der jeweils andere ebenfalls ein Killer ist. Da zu viel wissen in dieser Branche tödlich sein kann, bekommen beide den Auftrag den jeweils anderen zu töten …

Der ganze Film lebt von und mit Angelina und Brad. Sobald beide auf der Leinwand zu sehen sind, beginnt ein Tanz der beiden, den man als Zuschauer nur geniessen kann. Die beiden ergänzen sich hervorragend, von der ersten Sekunde an, ist eine erotische Hochspannung zu spüren … wenn es bis dahin keine Gerüchte über eine Affäre der beiden miteinander gegeben hätte, sie wären danach auf jeden Fall entstanden. Aufgrund der niedrigen Alterseinstufung ist aber nichts wirklich stimulierendes zu sehen, auch wenn es Gerüchte über eine abgedrehte, aber geschnittene heisse Liebesszene gibt.

Nach der sehr guten Eröffnungsszene beim Psychiater lässt die Spannung leider recht schnell nach. Das Drehbuch kann ausser Angelina und Brad in Szene zu setzen nämlich überhaupt nicht überzeugen. Die eigentliche Story ist demzufolge vollkommen uninteressant und dient nur dazu, Angelina und Brad so in Szene zu setzen, damit diese diskutieren, streiten, sich gegenseitig erschiessen, andere erschiessen und streiten können. Eigentlich sind nur die Szenen wirklich interessant, in denen sich die beiden wie ein älteres Ehepaar, dass alles voneinander weiss, gegenseitig an die Gurgel fährt, dabei aber feststellt, dass sie nichts voneinander wissen. Selbst der Vater der Braut bei der Hochzeit war ein bezahlter Schauspieler.

Ansonsten hat der Film eigentlich alles, was man heutzutage von Hollywood erwarten kann: heisse Hauptdarsteller, gute Nebendarsteller – lustig fand ich das 3-Engel-für-Angelina-Trio – überzeugende Stunts und viel Krach und Bumm. Natürlich muss man über offensichtlichen Blödsinn wie einhändig bedienbare rückstossfreie automatische Maschinengewehre hinwegsehen können.

Laut imdb wurde das Drehbuch übrigens mehr als 50 mal überarbeitet, wie gesagt merkt man das durchaus deutlich. Wer aber Spass an Brad und Angelina hat, wie sie sich in einer Art “Rosenkrieg – Special Ultra Hard Edition” erst gegenseitig und dann miteinander die Nase blutig hauen … der hat eindeutig Spass.

Sin City gibts dann hoffentlich diese Woche.

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