Farpoint Station

Oh Mann, die letzten Wiederholungen von 80er-Jahre-Serien wie Knight Rider oder Airwolf waren ja schon grausam schlecht, aber der Pilotfilm von “Star Trek: The Next Generation” jetzt gerade auf “Kabel 1″ ist ja wohl nur noch reinster Trash!
Aberwitzige Dialoge, hölzerne Schauspieler und eine deutsche Synchro zum Haare raufen. Wo sieht man das schon auf so hohem Niveau? Besonders schlecht fallen aber mal wieder Wesley aka Wil Wheaton und Deanna Troi aka Marina Sirtis auf. Dass ich die damals 7 Seasons lang ausgehalten habe, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.

Crew der Enterprise NCC1701-D

Und ich war mal Trekkie 8-)

So say we all

Battlestar Galactica

(no spoilers included!)
Den ganzen Samstag und den halben Sonntag mit Battlestar Galactica schauen verbracht, ich glaub ich muss mich am Montag vom Wochenende erholen.

Nachdem ich schon öfters nur gutes über BSG gelesen hatte, war ich doch sehr, sehr misstrauisch und habe die Neuverfilmung erst mit der Ausstrahlung auf RTL2 das erste mal gesehen. Die Originalserie in den 70er und 80er Jahren war zwar ganz nett (vor allem Commander “Bonanza” Adama), aber eigentlich doch mehr Trash als gute Unterhaltung.

Umso mehr überrascht hat mich der Pilotfilm: trotz Verstümmelung und nervigen Klingelton- und Gewinnspiel-Einblendungen bei RTL2. So habe ich mir direkt nach dem Pilotfilm die halbe zweite Season reingezogen und bin süchtig geworden. Eine SF-Serie quasi ohne Science, dafür aber mit unheimlich starken Charakteren und einer äusserst spannenden Story, lässt mich einfach nicht kalt. Im Gegensatz zu 4 Seasons von “Star Trek: Enterprise”, durch die ich mich mehr schlecht als recht gequält hat, kann ich hier die nächste Folge in der nächsten Woche fast nicht erwarten. Parallele Erzählstränge, Cliffhanger, kontinuierliche Storylines und starke Schauspieler kannte ich im SF-Bereich eigentlich nur aus “Babylon 5″-Zeiten. Während B5 aber die erste Season quasi verschenkt hat und erst mit der zweiten Season das zugrundeliegende Konzept immer besser wurde, fiebert man bei Commander Adama von der ersten Minute an mit.
Nach Schauen der ersten Season am Wochenende möchte ich für mich behaupten, die beste erste Season einer Fernsehserie überhaupt gesehen zu haben. Normalerweise brauchen ja Schauspieler, Drehbuchschreiber und auch Zuschauer ein paar Folgen um sich aneinander zu gewöhnen (siehe “Star Trek: Deep Space Nine” oder das schon angesprochene B5).

Vermutlich hilft dabei aber auch das bereits bekannte Universum aus Menschen und Zylonen mit den auch in der neuen Verfilmung vorhandenen Charakteren: Commander Adama, Apollo, Starbuck (diesmal als Frau), Baltar. Bekannte Elemente aus der Originalserie werden behutsam, aber überzeugend in die neue Serie übernommen. So feiert man u.a. ein Wiedersehen mit den Kampfraumschiffen “Viper” (im Pilotfilm sogar mit Originalmodell im Museum) oder den Basisschiffen der Zylonen.

Ebenfalls überraschend, im Ergebnis aber völlig überzeugend war für mich der äusserst sparsame Einsatz von “Science” in einer Science-Fiction-Serie. Während den “Star Trek”-Serien immer wieder vorgewurfen wurde, eine ausweglose Situation mit Technobabble zu lösen (also dem Zuschauer unverständlichen Technik-Spielkram zu präsentieren, mit dem die Helden die zuvor unlösbare Situation im Nu lösen können) kommt so etwas bei der Galactica eigentlich nie vor. Mit Ausnahme der Tatsache, dass die Menschen auf der Galactica Raumschiffe fliegen und einen überlicht-schnellen Antrieb haben, könnte Commander Adama auch ein beliebigen Flugzeugträger aus den 80er Jahren im Atlantik steuern. Die technische Ausstattung ist geradezu antik: kaum Computer, Telefone mit Ringelschnur und auch keine Laserwaffen! Während das storytechnisch damit begründet wird, dass die Galactica im Pilotfilm eigentlich abgewrackt werden sollte, ist es für die Macher hinter der Kamera klar: Special Effects nur dort einsetzen wo sie unbedingt gebraucht werden (dann aber richtig), ansonsten wird sich eindeutig auf die Story, die Charaktere und die Schauspieler konzentriert.

Überhaupt die Schauspieler: eigentlich fällt mir keine Figur und kein Schauspieler ein, der ein Totalausfäll wäre. Während Trip auf der “Enterprise” nur genervt hat, habe ich jeden auf der Galactica irgendwie lieb gewonnen: Commander Adama als der Ruhepol auf der Brücke, Kara und Lee als heißblütige Piloten die sich mehr unterscheiden als sich ähnlich sind, der verrückte Wissenschaftler Gaius Baltar, die meist nur wenig mehr als nichts (manchmal lässt sie das wenig mehr auch weg) tragende Number Six und nicht zuletzt die liebenswerte, aber viel zu selten auftauchende Mechanikerin Cally. Alle Darsteller liefern hervorragende Leistungen ab und kein Charakter ist 100% böse oder 100% gut. BSG ist kein Heldenepos á la Hercules in dem die guten Menschen gegen die Cylonen kämpfen und am Ende sich alle glücklich in den Armen liegen.

Nun habe ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte. Als Fazit kann ich nur sagen: Battlestar Galactica ist das beste was das SF-TV momentan zu bieten hat!

Battlestar Galactica: jeden Mittwoch auf RTL2 oder jeden Samstag in ihrem persönlichen phasenverschobenen, transdimensionalen Quantenzeitportal.

So say we all!

Rory Gilmore Sex Boat

Don’t ask!

via sebbi

Gilmore Girls in der PrimeTime

Yesss! Ab 8. November zeigt VOX die (für die Deutschen) neue fünfte Staffel von Gilmore Girls Dienstags immer um 20:15 Uhr! Da werden sich die Kolleginnen aber freuen :)

Quelle: dwdl.de

Einer kommt, der andere geht

Ab heute gibts GIGA nun nicht mehr im Kabel 8S

Nachdem sie die letzten Wochen schon nur blödes Messe-TV und alte Dosen aus dem Schrank gesendet haben, wechselt nun der Sendeplatz bei NBC Europe von GIGA an den neuen Sender Das Vierte. Besonders GIGA Games habe ich eigentlich ganz gerne geschaut, als alternder Spieler war das immer ganz lustig wie alle auf Simon rumgehackt haben und dabei versucht haben, die neuesten Spiele-Knaller vorzustellen.
Auch wenn viele Leute mit dem Format nichts anfangen konnten und es als GAGA-TV diffamiert haben, fand ich die lockere und freie Moderation – bei denen die Moderatoren offensichtlich keinen Maulkorb an hatten – sehr erfrischend.
Da ich hier am Haus-Kabel hänge, kann ich leider nicht auf DVB-S umsteigen, schade drum. Dort wird nämlich GIGA ab sofort auf Astra senden.

“Das Vierte” wird nun statt GIGA auf dem alten Sendeplatz ausgestrahlt, im Kabel leider erst ab 16 Uhr … und damit verpasse ich die Sendung, auf die ich mich schon seit ein paar Wochen gefreut habe: Ausgerechnet Alaska.
Dr. Fleischman wird nach Ende seines Arzt-Studiums per Vertrag nach Alaska in ein kleines Kuhdorf geschickt und soll dort als “Landarzt” tätig werden. Dabei entwickelt die Serie einen skurrilien Humor, der alle Vorurteile über merkwürdige Landbewohner – noch dazu im ewigen Eis Alaskas – ad absurdum geführt. Leider ist die Serie im deutschen Fernsehen sehr stiefmütterlich behandelt worden. Ich kann mich schon gar nicht mehr an die letzte Ausstrahlung erinnern.
Bei “Das Vierte” läuft sie nun um 8:15 Uhr (sic!) und zu diesem Zeitpunkt sendet noch das erbärmliche Original CNBC Europe. Kotz!
Allerdings gibts um 5:15 Uhr ne Wiederholung, mal schauen, vielleicht muss ich ja meinen Videorecorder mal wieder entstauben. Zuletzt habe ich das letztes Jahr wegen Gilmore Girls gemacht. Oder ich kauf mir die DVD, kostet bei Amazon grad mal 20 EUR.

CSI … Las Vegas

Lady Heather in Gestern lief auf Vox in der Serie “CSI – Las Vegas” die Folge “Lady Heather’s Box“, die … irgendwie faszinierend war. Nicht nur dass Elizabeth “Showgirl” Berkley in einer sehr sexy Rolle mitgespielt hat, strahlte diese Folge – die im Rotlichtmilieu spielt – eine Faszination aus, die man selten erlebt. Das lag weniger daran, dass die Folge für eine amerikanische TV-Serie sehr schlüpfrig war, sondern hauptsächlich daran, dass die Chemie zwischen und die Ausstrahlung von den Darstellern einfach gestimmt hat: William L. Petersen (als Gil Grissom) und Melinda Clarke (als Lady Heather).

Ich hab die Folge zwar eher nebenbei geschaut, aber trotzdem habe selbst ich bemerkt, dass da regelrecht Funken gesprüht haben, wenn die beiden auf der Mattscheibe zu sehen waren. Und offensichtlich bin ich da nicht allein mit meiner Meinung, gibt es doch Fanseiten, die Wallpaper, Screenshots, Geschichten und Videos, die allein die Beziehung zwischen diesen beiden Kunstfiguren thematisieren: Lady Heather’s Dominion. Ich find das irgendwie … bemerkenswert. Es gibt insgesamt nur zwei Folgen mit der Figur “Lady Heather” und die letzte Folge hatte im Januar 2003 Premiere, trotzdem ist die Seite immer noch verfügbar.

Das erinnert auch mich auch wieder an ein Zitat dass ich am Montag beim Stöbern auf imdb.com zum Film “Videodrome” gefunden habe:

Nicki Brand: Got any porno?
Max Renn: You serious?
Nicki Brand: Yeah. It gets me in the mood.
[looks through casettes]
Nicki Brand: What’s this? “Videodrome”?
Max Renn: Torture. Murder.
Nicki Brand: Sounds great.
Max Renn: Ain’t exactly sex.
Nicki Brand: Says who?

Damals mit 15 als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, fand ich das … äh … geil, heute ist es zumindest noch bloggenswert. Die Darstellerin der Nicki Brand ist übrigens die aus den 80ern sehr bekannte Sängern Blondie.

Stromverschwendung

Seit Samstag habe ich nun doch wieder einen neuen Fernseher: JVC 32H40SU (82cm Bildröhre, 16:9, 100Hz).
Gekauft habe ich im Mediamarkt – die NICHT die billigsten waren – weil dort die Lieferung grad mal 30 € gekostet hat, mir die das Ding mitten ins Wohnzimmer geliefert haben (und nicht vor der Haustür abstellen) und weil die meinen alten TV zur Entsorgung mitgenommen haben.
Allerdings sollte sich der Mediamarkt echt mal überlegen, eine anständige Videoverkabelung bei den TVs zu installieren. Die Bildqualität ist bei den meisten Präsentations-TVs absolut grausam und man kann die Geräte mit zu Hause oder anderen Läden wirklich nicht vergleichen.

Insgesamt bin ich recht zufrieden, vor allem bei DVDs ist 16:9 schon sehr beeindruckend und eigentlich habe ich ihn auch nur dafür gekauft. Nachdem ich jetzt mehr als 2 Wochen ohne TV ausgekommen bin, fällt mir jetzt wieder extrem negativ auf, wie absolut nervtötend die Privatsender inzwischen sind. Nicht mal mehr zur Hintergrundberieselung kann man einen Privatsender einschalten, weil die Lautstärke die während des Programms als angenehm empfunden wird, während der Werbepause gleich mal verdoppelt und verdreifacht wird und dann einen wilde Gestalten aus Richtung des Fernsehers anbrüllen. Nein danke! Wenn man aber die Werbung auf ein erträgliches Niveau runterregelt, ist das Programm so leise, dass man gleich ausschalten kann. Also schalte ich entweder Phoenix ein – gibt schöne Dokus dort – oder den Fernseher halt ganz aus.
Während World of Warcraft spielen, bekommt man eh nix vom Geschehen mit ;)

Versuch dein Glück

Kennt jemand den Film “Quiz Show”? Da ging es darum, wie die Produzenten in den 50er Jahren Antworten zu einer Quiz Show einem Kandidaten vorher gaben, damit dieser als allwissender Held die Einschaltquoten nach oben treibt.
Dass das natürlich Betrug am Zuschauer ist und Mami einen immer davor gewarnt hat, dass Lügen kurze Beine haben, dürfte klar sein.
Was aber wenn ein pfiffiger Zuschauer, das Spiel hintergeht, indem er so eine Art “Reverse Engineering” macht? Für alle Nicht-Freaks: Reverse-Engineering heisst – grob vereinfacht – dass Firma Shen-Ho aus Shanghei sich in Deutschland im Real einen Toaster von AEG kauft, diesen in der chinesischen Garage auseinanderbaut, sich das Innenleben anschaut und dann in Eigenregie neu zusammenbaut.
So ähnlich hat es 1984 Michael Larsen gemacht. Dieser hat im US-TV bei der Spielshow “Press your luck” bei dem man im richtigen Moment einen Bumper drücken musste, um zu gewinnen, den Algorithmus bemerkt, in dem der Spielmarker (hier wohl Leuchtfelder) aufgeleuchtet hat. Das ist so ähnlich, wie wenn man einen Text verschlüsselt und der Hacker anhand des verschlüsselten Textes, erkennen kann, wie der Schlüssel aussieht.
Jedenfalls hat der gewisse Michael Larsen, durch stundenlanges Schauen dieser Show, ein System entwickelt, um immer auf den richtigen Feldern zu landen. Danach war es nur noch ein Leichtes als Teilnehmer dort zu landen und die Sendezeit der Show zu sprengen. Die Regeln waren nämlich simpel: du darfst so lange spielen, wie du nicht verlierst oder dein Spielrecht abgibst. Als jemand der das System kannte, spielte Michael unentwegt. Sogar so lange, dass beim späteren Ausstrahlen der Show eine künstliche Pause hineineditiert wurde, weil die Sendezeit nicht ausreichte.
Am Ende kamen so mehr als 100.000$ zusammen, die er sogar behalten durfte. Denn rein technisch hatte er ja nicht betrogen. Nachdem Michael das Geheimnis seines Erfolges mitgeteilt hatte, wurden die insgesamt 6 Möglichkeiten, in der die Leuchtfelder aufleuchteten, immerhin um 16 weitere erweitert. Nachfolgende Kandidaten, die ihr Glück ebenfalls auf diese Weise versuchten, war somit kein Glück mehr beschieden.

Die ganze Story gibts übrigens hier: Michael Larsen

Interessant ist übrigens auch zu lesen, wie er das Geld wieder verloren hat: 40.000 Dollar in 1-Dollar-Scheinen sind ihm aus seiner Wohnung gestohlen und das restliche Geld bei einem verunglückten Investment. Beides noch bevor die Sendung überhaupt ausgestrahlt wurde :-O

Mich erinnert die Story auch an die BBC-Dokumentation “Mit Blackjack zum Millionär” vor einer Weile auf VOX, in der es um professionelles Karten zählen beim Blackjack ging. Durch Wahrscheinlichkeitsrechnung, Karten zählen und geschicktes Setzen von Einsätzen ist es wohl möglich, in jedem Fall mehr zu gewinnen als man eingesetzt hat. Wie das geht, steht sogar in der englischen Wikipedia beschrieben.

Bildröhre

Gerade ist die Bildröhre meines Fernsehers mit einem grossen Knall durchgebrannt :( Ton läuft noch, aber Bild ist schwarz. Geraucht hats übrigens nicht.

Ich überlege grad ob ich neu kaufen soll oder reparieren lasse. Eigentlich sollte der nächste Fernseher ja richtig gut sein mit allem Schnickschnack und so: LCD natürlich und mit diesem blöden Kopierschutz-Zeugs (HDCP), um nicht in 3 Jahren neu kaufen zu müssen. Aber wenn ich an mein Konto denke … *seufz*

EDIT: Ich war grad mal im Mediamarkt und hab mir ein paar Kandidaten angeschaut. Vorher hatte ich wohlweislich einen c’t-Artikel über LCD-TVs gelesen und kann abschliessend beurteilen: momentan machen LCD-TVs für den Gelegenheitsgucker gar keinen Sinn. Sicher, wenn die LCDs mit hochwertigem Bildmaterial beliefert werden, mag das Bild jedem Analog-Schinken überlegen sein, aber momentan gibt es das einfach nicht auf dem Markt (mal abgesehen von einigen wenigen HD-WMV-DVDs). Und da die deutschen Privat-TV-Sender allesamt Innovationsbremsen sind und ihr Bild lieber auf 37cm-Uralt-Röhren-TVs optimieren, wird es auch noch eine Weile dauern, bis sich HDTV-Fernsehen in Deutschland durchsetzt.
Der grösste Witz war aber ein Sharp-Fernseher mit DVB-T Bild. Eine matschigere Brühe habe ich lange nicht gesehen, auf Eurosport lief grad Fussball und die Pixelartefakte waren allüberall.

Übrig bleibt für mich also ein 82cm-100Hz-Analogfernseher von denen mir auch 2 ganz gut gefallen haben, auch wenn die Antennensignale im Mediamarkt allesamt verrauscht waren. Kosten um die 600 €. Muss ich mir dir nächsten 2 Wochen mal überlegen.

PS: Auto fahren, während einem schwindlig ist, macht keinen Spass :(