Ich hoffe, ein Affe zerkratzt Dir das Gesicht

Mal wieder Japan-Dienstag gewesen heute … und der Kurs leert sich spürbar. Von ursprünglich zwölf Teilnehmern waren heute noch ganze sechs übrig. Ob die gedacht haben, dass schon Ferien waren oder sie entnervt aufgegeben haben … keine Ahnung.

Zählen kann ich jetzt auch schon: Adin, Twa, Tri, Tschitierje … nein Quatsch, das war russisch :D

Also: Ichi, Ni, San, Shi, Go, Roku, Nana, Hachi, Kyu, Ju. Das waren alle Zahlen von 1 bis 10. Für Shi (4) kann man auch Yon sagen und für Nana (7) auch Shichi. Verwirrend ich weiss. Und das waren nur die regelmässigen Zahlen, gibt da wohl noch andere, aber die kommen erst später.

Bei Denny hab ich einen *räusper* Einstiegskurs für Japanischlernende gefunden, sehr lustig das. Aber nicht verwirren lassen, Denny! Es macht wirklich Spass! :)

Japan-Dienstag III

Konban wa,

heute war mal wieder Japan-Dienstag, ihr wisst schon, meine fixe Idee Japanisch zu lernen. Interessiert das überhaupt jemanden?

Naja, egal, jedenfalls hatte ich heute ein bisschen Zeit zu lernen (2 Stunden) und habe sogar ein paar Hiragana-Schriftzeichen ohne Hilfe erkannt (3 Stück). Ich bin ganz sicher nicht der beste in der Klasse, dazu gibt es zu viele Freaks Streber Lerneifrige, die offensichtlich nichts anderes in ihrer Freizeit zu tun haben, als Japanisch zu lernen … äh ja. Ganz schlimm (Neid, Neid) sind ja die beiden jüngsten in der Klasse: zwei 15-jährige Mädchen, die schon so schnell und überzeugend ausländisch sprechen, dass ich Mühe habe, ihnen zu folgen. Respekt! Naja, die wollen ja nächstes jahr auch auf Schüleraustausch dorthin und als Schüler hat man ja in der Schule genügend Zeit andere Dinge zu machen.

Allerdings bin ich auch ganz sicher nicht der schlechteste von uns, yeah! Wenn ich mich richtig reinhänge, kann ich mir bis nächste Woche vielleicht sogar ein paar mehr Zeichen merken, inzwischen sollte ich eigentlich schon 30 Zeichen können.

Und dann war da noch dieses geile hübsche Mädchen, das aus irgendeinem Grund den Kurs gewechselt hat und nun bei uns mit drin sitzt … genau vor mir. Weiss jemand was “Arsch” auf Japanisch heisst? Ihrer ist nämlich domo subarashii.

O-yasumi nasai.

Kontraste

Nach dem Japanisch-Kurs gestern, ging es heute früh 8:30 Uhr mit dem Englisch-Kurs in der Firma weiter. Das kann heiter werden, fürs nächste halbe Jahr bin ich mit 3 Sprachen beschäftigt.
Im Kontrast zur Japanisch-Lehrerin bin ich von Elizabeth (Nachname weiss ich noch nicht) sehr angetan. Eine sehr melodische und angenehme Stimme, eine sehr saubere und deutliche Aussprache, genau wie es sein soll.
Klar, der Englisch-Kurs ist für Fortgeschrittene und mir fällt das Zuhören dadurch leichter, trotzdem wünsche ich mir Elizabeth als meine Japanisch-Lehrerin *träum*

Bengoshi. Doitsu-Jin. Nihon.

Zweiter Japanisch-Kurs gewesen heute abend und mir schwirrt nur so der Kopf von japanischen Vokabeln 8|

Ah, das wird ab jetzt richtig schwer. Vokabeln lernen habe ich seit dem Abi nicht mehr gemacht, das ist also mehr als 10 Jahre her.

Blöd ist vor allem, dass Fr. Ute Rossmann (die Lehrerin) sich nicht auf unsere (Anfänger-) Sprechgeschwindigkeit einstellen kann, wenn sie unsere geradebrechten Antworten wiederholt, komme ich regelmässig nicht hinterher, so schnell spricht sie. Für Anfänger ungeeignet finde ich.

Die ersten 15 Hiragana-Schriftzeichen durften wir heute auch malen. Gemerkt habe ich mir natürlich nix :| Um das Blog hab ich mich noch nicht gekümmert, wie ich da japanische Zeichen abspeichern kann. Deshalb hab ich einfach mal einen Screenshot aus dem (MacOS) Editor gemacht:

Dargestellt sind die ersten 5 Hiraganas: A, I, U, E und O. Dies sind auch alle Vokale, die Japaner kennen (ist noch einfach, sind ja dieselben wie in Europa).
Für nächste Woche gabs die ersten Hausaufgaben und ich glaube, ich muss wirklich anfangen zu lernen. Das bin ich schon gar nicht mehr gewohnt, normalerweise fliegt mir ja alles zu, nach einmal hören, sitzt es sonst.

Aber genau deswegen hab ich das angefangen: um mich selbst zu fordern und die Gehirnzellen anzustrengen.

PS: Bengoshi = Rechtsanwalt. Doitsu-Jin = Deutscher. Nihon = Japan.

Hajimemashite Marco desu.

“Dozo yoroshiku”.

Wer jetzt nur noch Japanisch versteht, hat genau recht. Ab heute habe ich jeden Dienstag 3 Unterrichtsstunden in Japanisch an der Volkshochschule Mainz. Nach den ersten 3 Stunden habe ich mir zwar nur ein paar Fetzen gemerkt, aber im grossen und ganzen ist Japanisch eigentlich eine leichte Sprache. Nein, nicht lachen, das stimmt wirklich.

Während das Deutsche z. B. 4 verschiedene Fälle kennt (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ), gibts davon im Japanischen genau … nichts. Keine Fälle. Ebenfalls braucht man keine Verben zu konjugieren (ich liebe, du liebst, er liebt, wir lieben, etc). Auch kennt der Japaner nur 2 verschiedene Zeitformen: Zukunft und Gegenwart in einem und dann noch die Vergangenheit, das wars, der Rest ergibt sich aus dem Zusammenhang des Satzes/Textes.

Auch die Aussprache hat mir erstaunlich wenig Probleme bereitet. Die Übertragung der japanischen Schriftzeichen in das lateinische Alphabet ist recht gut gelungen und sehr nah an der tatsächlichen Aussprache, sodass man da recht schnell “drin” ist. An die generell sehr schnelle und betonungsarme Aussprache muss man sich halt gewöhnen. Nur gut, dass ich nicht Chinesisch lerne, dort kann es pro Silbe 4 unterschiedliche Betonungen geben, also z.B. die Silbe “ki” kann auf 4 verschiedene Weisen ausgesprochen werden, die komplett unterschiedliche Bedeutungen haben. Das ist dann kompliziert.

Das wirklich komplizierte und für den Europäer abschreckendste am Japanischen ist aber natürlich die Schrift. Japanische Grundschulkinder lernen insgesamt 1945 verschiedene Zeichen … *schluck* … Zeitung lesen ist nur damit aber nur schwer möglich. Aber selbst dieses Grundschulniveau werden wir innerhalb der nächsten Wochen natürlich nicht in unsere rauchenden Köpfe hineinbekommen. Die Lehrerin hat stattdessen angekündigt pro Abend (3 Unterrichtsstunden) 15 verschiedene Zeichen durchzunehmen und vorzustellen, bei 15 Abenden insgesamt also insgesamt 225 Zeichen. Ich denke genug für einen “Japansich I”-Anfängerkurs :)

Übrigens gibt es in Japan 3 (+1) verschiedene Schriftsysteme: Hiragana, Katagana und Kanji. Während Hiragana und Katagana (grob vereinfacht) genau dasselbe darzustellen vesuchen (nämlich eine Lautumschreibung der japanischen Sprache ähnlich dem lateinischen Alphabet), haben die Kanji-Zeichen jeweils eine festgelegte Bedeutung … die man dann einfach kennen muss. Die vierte Schrift ist das sogenannte Romaji, das ist die übernommene latainische Schrift, die in Japan seit dem 2. Weltkrieg immer mehr Verbreitung findet.

Zusätzlich zum komplizierten Schriftsystem kommt noch eine weitere recht schwierige Komponente hinzu: die sprichwörtliche japanische Höflichkeit. Es gibt mindestens 3 verschiedene Arten Konversation zu führen: neutral-höflich, unterwürfig oder von oben herab. Je nachdem, wie man zum Gesprächspartner steht. Das fängt schon beim Verabschieden an: “Sayonara”, “O-yasumi nasai” oder “O-saki ni”. Alles Formen wie man sich verabschieden kann. Dazu kann es noch Unterschiede bei Männern und Frauen geben und dann noch bei intimen Freunden. Aber ich hab mir sagen lassen, als Ausländer – und als der werde ich unschwer erkannt – kommt man mit der neutral-höflichen Form schon sehr weit, man tritt damit niemandem auf die Füsse (Gesichtsverlust!) und dementsprechend werden wir auch nur diese Form im Unterricht durchnehmen.

Wir waren übrigens 12 Teilnehmer (wobei es tatsächlich eine 6-köpfige Warteliste gibt) und von ganz jung bis mittel-alt war alles dabei, die jüngsten waren 2 14-jährige Mädchen und die älteste eine 41-jährige Frau, die zusammen mit ihrer Tochter da war. Ich hatte ja befürchtet, dass der Kurs mit Anime/Manga-Freaks gefüllt ist, aber dem war nicht ganz so, ich denke mal dass wir uns schon gut verstehen werden. Leider ist nichts wirklich interessantes Weibliches dabei gewesen ;)

Wenn ich es schaffe, Serendipity zu überreden, auch japanische Zeichen in der Datenbank abzuspeichern, werde ich jede Woche mal ein paar Zeichen hier vorstellen. Das dient mir der Übung und euch vielleicht als Belustigung mit was ich mich so in meiner Freizeit beschäftige :)

Dewa mata.

Heute abend gehts los

Te o furenaide kudasai.

Gomi o sutenaide kudasai.

8)

Braucht Deutschland den Wechsel?

Deutschland braucht den Wechsel … unbedingt … das ist es was man allerortens von den schwarzen Klüngel-Brüdern hört. Nach gerade 8 Jahren Schröder brauchen wir – schon wieder – einen Wechsel.

Wenn Deutschland den Wechsel braucht, vielleicht brauche ich den ja auch? Nach 8 Jahren IT-Support würde das auch wunderbar mit der Politik korrelieren. Aber was machen? Eigentlich geht es ja keiner Branche so richtig gut in Deutschland. Selbst das älteste Gewerbe der Welt holt ja schon seit Jahren verstärkt Billigarbeiter aus dem Ostblock.

Seit Jahren schon spiele ich ja mit dem Gedanken auszuwandern, etwas ganz neues machen, von vorn anfangen. Aber auch hier stellt sich die Frage: Wohin? In Anbetracht der kommenden Klimaveränderungen schliessen sich so romantische Staaten wie die Seychellen und die Malediven automatisch aus, drohen sie doch angesichts des steigenden Meeresspiegels das gleiche zu tun wie momentan New Orleans: zu versinken.
Der Traum aller Auswanderer dürfte wohl Australien oder Neuseeland sein. Australien hat sogar gerade massive Werbemassnahmen gestartet, um die boomende heimische Wirtschaft mit frischen Arbeitskräften zu versorgen. Und laut Website der australischen Botschaft wird das Land ab 2008 schuldenfrei sein. Leider gibt es nur für Berufe in denen ich so gar keine Ahnung habe Bonuspunkte beim Einwanderungsantrag, als da z.B. wären: Chirurg, Krankenschwester, Elektriker usw. Also auch nichts für mich. Spannend würde ich auch Japan finden, ich finde die Kultur sehr faszinierend und mein persönlicher japanischer Freund hat mich darin nur bestätigt. Aber um dort leben zu können, muss ich erstmal ein paar Grundkenntnisse in Japanisch lernen. Dafür hab ich ja den Japanisch-Kurs an der Mainzer VHS belegt, ab 13.9. gehts los, mal abwarten wie sich das entwickelt.

Was bleibt noch? Skandinavien finde ich von der Mentalität her auch faszinierend oder Kanada mit der sehr schönen Natur. Möglichkeiten sind also genug da, aber die Entscheidung fällt – genauso wie in der Politik – sehr schwer. Und ob ich den Mut haben würde, wirklich Deutschland zu verlassen? Ich habe so meine Zweifel ehrlich gesagt.

Der eigentliche Grund warum ich über einen Wechsel philosophiere ist jedoch, dass ich diese Woche erstmals und völlig unerwartet eines meiner selbstgeschossenen Bilder verkauft habe. Wohooo! Ein kleiner Verlag plant einen Kalender für 2006 und möchte mein Eichhörnchen-Bild als Oktober-Bild verwenden. Ich habe bisher nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, mit meinen Bildern Geld zu verdienen. Das Bild ist auch eher zufällig beim Erkunden der näheren Umgebung hier in Mainz entstanden. Vielleicht sollte ich ja statt World of Warcraft zu spielen, mehr die Natur erkunden und Fotos schiessen?

Aber Australien ist halt doch ein schönes Land …