Linux Einsteigerhilfe

Für alle die schon länger daran denken, sich einmal Linux anzuschauen, aber immer davor zurückgeschreckt haben, weil Sie Angst hatten genügend Hilfe und Infos zu bekommen, hilft ein Artikel bei linuxundich weiter: Wie informiere ich mich über Linux?

Passend dazu ist vor einigen Tagen eine neue Ubuntu-Version erschienen: Ubuntu 9.04 – Jaunty Jackylope Gerade für Einstiegswillige ist Ubuntu eine gute Linux-Distribution um das System kennenzulernen. Die meiste Hardware sollte per Plug&Play konfiguriert werden und Ausflüge auf die Kommandozeile sind nur notwendig, wenn man das System näher kennenlernen möchte.

Erneute Umstellung auf Romulus23.de

Nach meiner letzten Umstellung von Wordpress auf Serendipity habe ich nun erneut die Blogsoftware gewechselt: es wird wieder Wordpress eingesetzt.

Meine Gründe damals auf Serendipity zu wechseln, haben sich nun genau ins Gegenteil verkehrt. Während Wordpress eine geradezu stürmische Entwicklung hinter sich hat, hat Serendipity leider nie den großen Durchbruch geschafft.

Den letztendlichen Anstoss umzustellen hat mir dann eine Testinstallation für eine Bekannte beschert. Sie wollte ein Update für Ihre Homepage und hat mich um Rat gefragt. Ich habe mir Serendipity in einer jungfräulichen Neuinstallation angeschaut und ich habe mir Wordpress angeschaut, ebenfalls jungfräulich. Und dabei haben die beiden Blogsysteme so ähnlich wie Linux und MacOS gewirkt. Serendipity ist eigentlich wie Linux: man kann unglaublich viel einstellen, an Millionen Schräubchen und Reglern drehen, aber man kommt sich völlig verloren vor. Wordpress dagegen sieht sehr hübsch aus und fühlt sich deutlich runder und irgendwie vollständiger an. Wenn man aber mal die Details anschaut, sieht man dass man dann doch eine ziemlich große Flexibilität hat (ähnlich dem Unix-Unterbau bei MacOS).

Deshalb bin ich nun wieder bei Wordpress. Hier eine Liste an Plugins die momentan installiert sind:

Ich besitze nun seit fast 14 Jahren einen PC, angefangen mit einem 286er mit 40 Megabyte Festplatte bis zu meinem heutigen Athlon XP2100+ mit Geforce 6600GT Grafikkarte war fast alles dabei was die PC-Industrie in den letzten Jahren auf den Markt geworfen hat (OK, ich hab nur einen einzigen Intel Pentium-Prozessor (200 MHz) besessen aber der war damals schon nicht mehr aktuell). In dieser Zeit habe ich MS-DOS, Novell-DOS, OS/2 Warp, Win95, Win98, WinNT und Windows XP und seit mehr als 5 Jahren auch Linux als Betriebssystem benutzt. Nur wenige habe ich wirklich gern benutzt, die meisten gezwungenermassen, weil Ameisen ja nicht irren können. Ausserdem habe ich seit mehreren einen Linux-Server, der als Router, Mailserver und Firewall sein verdientes Gnadenbrot frisst. Ich bastele gern und habe auch schon mehrere mal Linux from Scratch installiert.
Aber hat mich das glücklich gemacht? Brauche ich das noch? Schliesslich bin ich nicht mehr der jüngste (ich werde 30 dieses Jahr!) und eigentlich möchte ich mich heutzutage nur noch vor den Rechner setzen … und er soll funktionieren. Keine halbjährlichen Neuinstallationen mehr, keine Treiberprobleme, keine Viren, keine Trojaner. Ausserdem sollte mein Rechner mich natürlich zu einer Elite gehören lassen.
All das konnte mir mein PC nicht mehr geben. Gut, ich war eigentlich immer zufrieden mit ihm, Abstürze kannte ich nicht und auch Viren hatte ich mir trotz fehlendem Virenscanner noch nie eingefangen. Aber ich hab von Windows einfach die Schnauze voll und Linux hat zwar ein paar gute Ansätze, aber es ist immer noch und wird noch eine Weile bleiben, ein Bastelsystem, ein Patchwork von einzelnen guten Ideen, die aber noch nicht so richtig zusammenpassen.
Deshalb liegt mir ein Apple eigentlich schon länger in der Nase. Ein auf Unix basierendes System – bei Lust und Laune kann man also basteln – mit einer super funktionierenden Bedienoberfläche (GUI). Eigentlich hat es nur noch am Preis gehakt, aber seit Januar gibt es dafür ja den MacMini.
Rein technisch gesehen liegen Welten zwischen diesen beiden Rechnern. Einerseits ein guter Spielerechner, anderseits ein Rechner der vor 2 Jahren vielleicht auf der Höhe der Zeit war. Aber der Mini ist einfach knuddelig … und er ist ein Apple.
Mit einer Grösse von 16×16cm Grundfläche (knapp die Hälfte einer A4-Seite) verliert er sich fast auf meinem Schreibtisch und verschwindet gegenüber dem Subwoofer des JBL Creature II Soundsystems vollends. Ein System zum angeben … und zum benutzen!
MacOS X kann man schlecht beschreiben … es funktioniert einfach. Man muss es einfach mal erlebt haben und selbst davor gesessen haben, um es nachvollziehen zu können, aber ich möchte es nicht mehr missen. Ich erwische mich inzwischen auf Arbeit an dem PC dort, wie ich die Apple-Tastaturbelegung voraussetze. Und das nach grad mal 2 Wochen Apple-Abenteuer.

Zwar heisst das auch keine LAN-Parties mehr für mich, aber dafür gibts jetzt ne Konsole. Will jemand meinen PC kaufen?

99 Tage und 9 Stunden

Grmml … nachdem ich vor einem halben Jahr schon einmal darüber gemeckert habe, dass ich meinen Server damals nach 91 Tagen das erste mal runterfahren musste, muss ich heute schon wieder meckern. Für genau 5 Minuten Stromabschalten musste ich heute Nacht wieder Hand anlegen: nach genau 99 Tagen und 9 Stunden (und ein paar weiteren Minuten) fuhr mein Server das erste mal wieder runter und somit habe ich schon wieder die 100-Tage-Mauer nicht durchbrochen :(

Dafür bin ich aber ganz froh, dass der Rechner überhaupt wieder hoch fuhr, ist doch bei der letzten Umräumaktion der PS/2-DIN-Tastaturadapter so verbogen wurden, dass an dem Rechner nun sowohl kein Monitor, keine Maus als auch keine Tastatur mehr hängen. Puh, Glück gehabt :)

Alles neu macht die Weihnachtszeit

Es ist echt kaum zu glauben, was für ein Geschwindigkeitsrausch entsteht, wenn man eine nicht mal 10 Monate alte Windows-Installation durch eine komplett neue ersetzt. Alles ist aufgeräumt, super schnell und der RAM ist zum Grossteil unbenutzt. Auch die Spiele laufen auf einmal mehrere Stufen schneller: Need for Speed Underground 2 konnte ich von 800×600 auf 1024×768 stellen und auch noch eine Grafikdetailstufe erhöhen und es läuft immer noch flüssig (was bei der alten Installation nur noch der Fall war, wenn das System frisch gebootet hatte und keine Programme nebenher liefen).
Aber wer sagt, dass eine Linux-Installation kompliziert und langwierig ist, hat einfach keine Ahnung. ;) Hier mal eine kurze Liste, was mir bei meiner Neuinstallation alles aufgefallen ist und was Windows fehlt:

  • ein /etc Verzeichnis, in dem alle Konfigurationsdaten von Systemprogrammen liegen, das man nur sichern braucht und nach Neuinstallation zurückspielt und voila! schon läuft alles wieder wie es vorher war
  • Mein Bootsektor gehört mir! :(
  • WinXP SP1 hat doch tatsächlich keinen Treiber für die NVidia nforce2 Netzwerkkarte. Ich musste Linux von CD starten, dort die aktuellen Treiber runterladen, abspeichern und dann im Windows einspielen …
  • momentan nervt mich der “Automatic Update”-Daemon mit 10 minütigen total nervig aufpoppenden Warnmeldungen ich müsse mein System neu starten, weil Updates eingespielt wurden. Wo kann man das abstellen bitte schön? Argh!
  • es gibt keine Paketdatenbank (etwas was Linux schon seit Jahren hat). Jetzt muss ich mühsam alle Programme manuell raussuchen, die ich installiert hatte und die manuell installieren. Das geht bei Linux aber nun wirklich einfacher!
  • Alle Programme speichern ihre Daten willkürlich woanders ab. Selbst bei Spielen hat es sich ja mittlerweile verbreitet, dass die Daten nicht im Programmverzeichnis, sondern irgendwo unter C: \Documents and Settings gespeichert werden. Wenn sich denn aber mal bitte alle einig wären und es im selben Verzeichnis speichern würden (wie bei Linux direkt im Homeverzeichnis des Benutzers), aber nein, einige speichern es unter C: \Documents and Settings\<Benutzer>\Application Data, andere wiederum unter C: \Documents and Settings\<Benutzer>\Local Settings. Wieder andere speichern es wie gehabt im Programmverzeichnis. Und das nervt total, wenn man die Spielstände wieder zurückspielen will und erst lange suchen muss, was wohin zu kopieren ist.

So das ist mir grad alles eingefallen. Wer hat nochmal gesagt, Windows sei einfach zu installieren? :D

Nein, von iTunes gibt es keine Linux Version, was ich übrigens sehr schade finde. Da ich das iTunes Konzept einer grossen Musikdatenbank, die man selbst organisieren kann und sehr einfach Playlisten erstellen kann, aber auch unter Linux nicht missen will, habe ich mich in den letzen Tagen nach einer ähnlichen Lösung unter Linux umgeschaut.

Folgende Programme habe ich mir angesehen und werde ich mal kurz vorstellen: MPD, Madman, Rhythmbox, yammi und – ausser Konkurrenz da es keine Musikdatenbank hat – xmms.
Diese Liste enthält keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Fehler sind nicht beabsichtigt, wenn ihr Fehler findet, sagt mir kurz Bescheid, ich werde das dann korrigieren.

MPD – Music Player Daemon

Ich fange mit meinem momentanen Favoriten an. MPD ist kein Player an sich, sondern erstmal nur ein Daemon (d.h. Hintergrundprozess) der auf eine Musikdatenbank auf der Festplatte zugreift und diese dann abspielt. MPD selbst enthält keinerlei Oberfläche, es besteht ausschliesslich aus dem Hintergrundprozess. Um auf seine Musik zugreifen zu können, ID3 Tags zu bearbeiten, Playlisten zu verwalten etc. pp. benötigt man einen MPD-Client. Auf der MPD Homepage gibt es verschiedenen Clients zum Download, z.B. gmpx (GTK/GNOME), kmp (QT/KDE) und phpmp (ein PHP-Client, der per Webbrowser bedient wird). Gedacht war mpd ursprünglich für grosse Nutzergruppen in einem Netzwerk (z.B. Studentenwohnheim) mit einer zentralen Musikdatenbank, die aus dem lokalen Intranet bedient wird. Es eignet sich aber auch hervorragend für den Desktop-Rechner. MPD bietet alles was man von einer Musikdatenbank erwartet: Unterstützung von MP3, MP4/AAC, OGG und WAV-Musik, Playlistverwaltung, ID3 Tags Unterstützung für alle Formate, Lautstärke, Crossfading, etc. Die einzelnen Clients sind in der Bedienbarkeit zwar sehr unterschiedlich – und eigentlich gefällt mir persönlich nur phpmp richtig gut, da die anderen Clients vor allem in der Playlistenverwaltung einiges zu wünschen übrig lassen – aber sie bieten alles was das Herz begehrt. Sogar ein Windowmaker-Dockapp steht als Client zur Verfügung. Und aufgrund der Unterstzützung von MP4/AAC spielt MPD auch (ungeschützte) iTunes-Musik ab.
Für Wohngemeinschaften oder Studentenparties ist MPD jedenfalls ideal, kann man doch auf einfache Weise von verschiedenen Rechnern Musik integrieren und diese auf vielfältige Weise aus dem ganzen Netz abspielen. Für den Desktop-Rechner ist es zwar etwas overkill, aber wenn man XFree86 häufiger neu startet oder wenn man Konsolenfetischist ist, kann es auch hier seine Vorteile ausspielen.

Madman

eigentlich ist Madman kein richtiger Musicplayer, da das QT-Programm ausschliesslich die Verwaltung der Musik übernimmt. Madman übergibt dann die generierte Playlist an xmms, das dann für das Abspielen verantwortlich ist. Dies ist zwar nicht wirklich toll, klappt aber ganz gut. Besser wäre es aber sicherlich wenn Madman das selbst machen würde.
Das Musik verwalten macht Madman dagegen ausserordentlich gut. Vom Bedienkonzept ähnelt es iTunes sehr, kommt aber nicht an das grosse Vorbild heran. Die Musik wird in einem grossen Baum dargestellt, den man auf einfachste Weise sortieren kann. Aus den dargestellten Daten kann man sehr schnell Playlisten erstellen. Auch so etwas wie die “intelligenten Playlisten” von iTunes kennt Madman, so kann man sich die am häufigsten gespielten oder am besten bewerteten Songs anzeigen und abspielen lassen. Leider werden aber die Bewertungen des iPod/iTunes nicht übernommen. Problematisch ist auch, dass madman mehr als 1 CD pro Album nicht erkennt. Wenn man nach Tracknummer sortiert, werden so zuerst die beiden Tracks mit Nummer 1 angezeigt, dann die beiden Tracks mit Nummer 2 und so weiter.
Das grösste Problem aus meiner persönlichen Sicht ist aber die fehlende Unterstützung von MP4/AAC, weshalb ich meine iTunes-Songs nicht abspielen kann. Dies liegt nicht etwa daran, dass xmms diese nicht abspielen könnte – das kann es sehr wohl – sondern daran, dass Madman selbst damit nicht umgehen kann und diese einfach nicht anzeigt. Schade. Dies und die fehlende Musicplayer-Funktionalität halten mich momentan noch davon ab Madman längerfristig einzusetzen.

yammi

Als vollwertiges KDE-Programm kann sich yammi in KDE integrieren, was ich aber nicht testen konnte, da ich kein KDE installiert habe. Ohne KDE ist yammi ein normales QT-Programm. Ähnlich wie madman ist yammi ausschliesslich Musikverwaltung und übergibt Playlisten entweder an noatun (KDE) oder an xmms. Ohne KDE konnte ich ausschliesslich xmms testen.
Von der Bedienung her ähnelt yammi vor allem Madman, wobei es insgesamt aber übersichtlicher ist und näher an iTunes herankommt. Leider hat auch yammi Probleme mit Alben, die sich über mehr als eine CD erstrecken und die sich so auch hier nicht ordentlich verwalten lassen. Und auch die fehlende MP4/AAC Unterstützung fällt hier wieder negativ auf. Positiv dagegen die Unterstützung von externen Programmen: das generieren von M3U-Playlisten, CD-Covers und das Brennen auf CD ist direkt aus yammi heraus möglich. Intelligente Playlisten gibt es dagegen nicht, man kann nur zusätzlich zu den Genre sogenannte Kategorien vergeben.

Rhythmbox

Rhythmbox ist ein vollwertiges GNOME-Programm, das sich dort hervorragend integriert, allerdings auch ohne GNOME laufen kann. Dann muss aber GNOME trotzdem installiert sein.
Vom Funktionsumfang fällt es gegenüber den bisher genannten etwas ab, was vermutlich dem – minimalistischen – GNOME-Konzept zuzuschreiben ist. Allerdings gefällt, dass Rhythmbox Verwaltung und Player in einem ist, sodass auf eine xmms-Fernsteuerung verzichtet werden kann.
Rhythmbox bietet alle Standard-Features einer Musikverwaltung: Datenbank, Playlisten, ID3-Verwaltung. Allerdings auch nicht mehr: kein MP4/AAC, keine intelligenten Playlisten, kein Brennen, schwerfälliges Bedienkonzept (man muss erst manuell eine neue Playlist anlegen, die man danach mit Songs füllen muss, bei den anderen Programmen geht das viel schneller). Positiv dagegen ist zu vermerken, dass das Programm superschnell ist und dass es auch korrekt mit Alben umgehen kann, die aus zwei oder mehr CDs bestehen. Ausserdem kann man ähnlich wie bei iTunes Internetradios integrieren.
Hätte rhythmbox AAC-Unterstützung wäre es der Player meiner Wahl, da er schnell ist und alles nötige hat, ohne allerdings viel extra zu bieten.

xmms

Kommen wir nun zu dem Mediaplayer unter Linux überhaupt, der das Winamp-Konzept auf Linux übertragen hat und damit alle Vor- und Nachteile auch unter Linux bietet.
Die Bedienung kann man einfach nur schlecht nennen. Im sehr kleinen Programmfenster verschwimmen die Bedienelemente gerade auf grossen Monitoren zu einem Pixelbrei. Aufgrund der fehlenden Musikdatenbank kann man grosse Musiksammlungen nicht mehr ordentlich verwalten und die Playlistverwaltung fällt extrem schwer, da man sich durch die Ordnerstruktur auf der Platte wühlen muss. Wenn diese schonmal durch einen ordentlichen ID3-Tagger gelaufen ist und die Ordner und Dateien entsprechend benannt wurden, fällt das zwar etwas leichter. Da aber xmms selbst nur rudimentäre ID3-Tagging-Funktionalitäten besitzt, ist man wirklich auf externe Programme angewiesen, damit die eigene Sammlung nicht im Chaos versinkt.
Grösster Vorteil von xmms ist dagegen die riesige Sammlung von Plugins und Themes. Die Plugins rüsten praktisch alles nach, was nicht im Lieferumfang enthalten ist, kranken aber genauso an der schlechten Bedienung. Wenigstens ist so die MP4/AAC Unterstützung vorhanden und mehrere CDs pro Album ist auch kein Problem.
Für Puristen mit einer (sehr) kleinen Musiksammlung ist xmms sicher recht ordentlich, wenn man sich aber einmal an itunes oder an eins der o. g. Programme gewöhnt hat, möchte man diesen Komfort nicht mehr missen und xmms kommt dann nicht mehr wirklich in Frage.

Und zum Schluss noch ein Wort zu Musik an sich:

Eigentlich war ich bisher kein wirklicher Musik-Freak. Schon vor der Hetzjagd der Musikindustrie auf die bösen bösen Raubkopierer habe ich eher wenig Musik gekauft, was dann aber in den letzten zwei Jahren noch mehr nachgelassen hat. Kopierschutz und die permanente Kriminalisierung der eigenen Kunden durch die grossen Musikkonzerne haben ihr übriges getan. Seitdem aber Apple mit iTunes, iTMS und dem iPod am deutschen Markt präsent sind, habe ich in den letzten 2 Monaten rund 25 € für Musik ausgegeben. Das sind 25 € mehr als in den 24 Monaten davor. Und plötzlich höre ich auch wesentlich bewusster Musik, kein Tag vergeht wo ich nicht wenigstens einmal etwas aus meiner Musiksammlung höre. Letztes Jahr konnte ich noch an einer Hand abzählen, wie oft ich pro Monat mir bewusst Musik angehört habe.
Allerdings bringt es dieses bewusstere Musikhören auch mit sich, dass ich von den deutschen Charts und den deutschen Radiosendern immer weniger halte. Seit ich den iPod habe, höre ich selbst im Auto kein Radio mehr, weil das Programm einfach nur noch traurig ist. Bitte liebe Musikindustrie, sorgt endlich dafür, dass man eure Musik wieder schätzt, dass Musik etwas grossartiges, einzigartiges ist! Wenn ihr euch darüber beklagt, dass der neueste billige Daniel Küblböck Verschnitt lieber raubkopiert als gekauft wird, braucht ihr euch darüber nicht zu wundern, hat doch der kunde schon längst gemerkt, dass Musik und die Künstler völlig austauschbar sind. Wenn Daniel Küblböck abgwirtschaftet hat, kommt halt das nächste hoffnungsvolle Talent, dass innerhalb kürzester Zeit verbrannt wird.

Amen :)

PS: es ist durchaus möglich trotz DRM und Playfair seine im iTMS gekaufte Musik auch unter Linux abzuspielen. Eine detaillierte Anleitung gibt es zwar von mir nicht, aber auf www.pochoirs.de wird man fündig.

Muine Music Player

Muine Music Player Ich bin ja ein Fan von Apples iTunes. Man kann zwar in Europa damit noch keine Musik kaufen, aber das Programm ermöglicht auch die Vewaltung von MP3 Sammlungen und das streamen von Internet-Radio. Und das macht es für mich perfekt. Endlich keine Mini-Bedienfenster wie in Winamp mehr, sondern eine ausgereifte Oberfläche, wo alles mit wenigen Klicks übersichtlich erreichbar ist.
Leider gibt es iTunes nicht für Linux und die gängigen Audio Player (xmms, noatun) orientieren sich alle leider mehr oder weniger am althergebrachten Bedienkonzept von Winamp. Ich finde die Verwaltung von Musik in einer Library wie sie iTunes bietet aber ideal und möchte ungern darauf verzichten.
Nun gibt es aber auch unter Linux ein Programm, das ähnliches bietet: Muine. Es kann sich momentan zwar absolut noch nicht mit iTunes messen, aber die Anfänge sind schon da: Verwaltung in einer Library und einfacher Zugriff auf Songs und komplette Alben inkl. Suchmöglichkeiten. Dazu bietet es noch ein paar Funktionen die selbst iTunes nicht hat, z. B. automatischer Cover-Download von erkannten Alben.