Technik von gestern schon heute

Eine neue Wohnung verursacht eine Menge Arbeit und man muss sich an einiges Neues gewöhnen. Mülltrennung zum Beispiel. Oder dass man das Auto ummelden muss, obwohl das Kennzeichen gleich bleibt.

Oder daran, dass die neue Wohnung nicht im DSL-Ausbaugebiet liegt. Ok, DSL ist grundsätzlich durchaus verfügbar und immerhin schneller als DSL-Light (384kbit/s). Wenn man aber wie ich bisher an einen DSL-Anschluss mit 12 MBit/s effektiver Übertragungsrate (entspricht 1,3 Megabyte/s) gewöhnt war, dann ist ein Anschluss mit 768 kbit/s gewöhnungsbedürftig:

    Downloadrate: 90 kbyte/s
    Uploadrate: 16 kbyte/s

Als die ersten DSL-Anschlüsse ungefahr im Jahr 2000 vergeben wurden, war 768 kbit/s eine Verzehnfachung der ISDN-Geschwindigkeit und man hatte Pipi in den Augen als man den ersten Download beobachtete. Heutzutage ist es nur noch lächerlich.

Natürlich habe ich das gewusst bevor ich eingezogen bin und auch bevor ich den Mietvertrag unterschrieben habe. Ich habe mich also bewusst dafür entschieden, diese Kröte zu schlucken. Nichtsdestotrotz ist es eine ganz schöne Umgewöhnung, nicht mehr gleichzeitig fritz-radio hören zu können, während im Hintergrund das neueste Ubuntu runtergeladen wird während man in seinen Blogs stöbert.

Als Neubürger im Dorf habe ich mich natürlich in den ersten Wochen mit der lokalen presse beschäftigt. Es ist erstaunlich, wieviel kostenlose Pressemagazine (manche würden sagen: Wurschtblätter) in den Briefkasten wandern. Hatte doch der – raffgierige – Makler kaum dass die Tinte unter dem Mietvertrag trocken war erzählt, dass die CDU-Ortsgruppe Gelder aus dem Konjunkturpaket II abzwacken will, um dem Ort eine zukunftsfähige Infrastruktur zu bescheren … Ho! Ho! Ho! Weihnachtsmann ahoi!

Dumm nur, dass die Bundesregierung trotz Digitaler Divende und nicht den dickbäuchigen Mann in roten Kleidern mimen will und den Antrag abgelehnt hat.

Letzte Hoffnung ist nun eine Richtfunkstrecke. Ich werde berichten … vielleicht 2010 … trotz Übertragungsraten aus den 90ern.

Umzug

Stellt euch vor, ihr wohnt seit 6 Jahren in einer Wohnung die euch

1. zu klein ist (40qm, 1,5 Zimmer)
2. zu laut ist (Einflugschneise des Frankfurter Flughafens bei Ostwind, also gutem Wetter wo alles draussen in der Sonne backt)
3. zu “bäh” ist (Plattenbau, 25 Parteien, Fensterrahmen wohl noch Originalinventar aus den 60ern)

Wie lange würdet ihr dort wohnen?

a) gar nicht
b) gar nicht, weil ihr euch nach 2 Monaten erschossen habt
c) ihr zieht nach 2 Monaten aus
d) für schlimmer und ewig

Bei mir traf nun sechs Jahre lang Antwort D zu. Im Sommer brauchte ich aber endlich dringend eine Veränderung. Zum einen empfand und empfinde ich immer noch meine berufliche Situation zum kotzen und zum anderen wollte ich wirklich schon seit Jahren aus der Wohnung raus, habe es aber immer vor mir hergeschoben.

Eine Veränderung musste her. Und seit zwei Wochen wohne ich nun südlich von Oppenheim in dem Dörfchen Uelversheim in einer schicken Wohnung im Grünen. Ist zwar eigentlich zu groß für mich, aber was solls, sie ist im Gegensatz zu Mainzer Wohnungen jedenfalls bezahlbar und mit dem Auto ist sowohl Mainz als auch Worms in 30 Minuten erreichbar.

Um ein halbes Vermögen ärmer

Für diese Woche habe ich mir ein Mammutprogramm vorgenommen.

Während ich gestern während des Wahlabends schon mal angefangen hatte, meine Wohnung zu entlausen säubern, habe ich mir heute bei Segmüller eine Küche gekauft. Jahaaa! :) Aber keine Sorge, für meine kleine Küche (1,70m mal 1,70m) kostet das kein Vermögen, sondern nur ein halbes. Ausserdem hab ich gleich mal noch ne Gardine für meine Bude gekauft, das leere Fenster mit den Jalousien kann ich einfach nicht mehr sehen.
Eigentlich wollte ich den Kaufpreis ja finanzieren, bei 0% Zinsen konnte ich einfach nicht “nein” sagen.
Tja, ich nicht, aber die schon. Nachdem mein Personalausweis nun nämlich schon seit 1,5 Jahren abgelaufen ist, sind das die ersten, die das stört. Selbst Bundesgrenzschutz und Flughafenpersonal hat das vor ein paar Monaten nicht interessiert. Jedenfalls klappte die Finanzierung so nicht, sodass ich jetzt mal wieder tief in den Miesen bin.
Trotzdem muss ich mal eins erwähnen: die Mitarbeiter im Segmüller in Weiterstadt waren alle super-nett, sehr freundlich und äusserst hilfsbereit. So gut beraten habe ich mich noch nie gefühlt. Sehr erstaunlich und kann ich nur weiterempfehlen!

Morgen geht das Mammutprorgramm dann weiter: alten Kücheschränke ausräumen, Schränke entfernen und entsorgen und natürlich mein Japanisch-Kurs. Am Mittwoch gibts dann ein externes Arbeits-Meeting (Bowling) und weiteres klar Schiff machen, während am Donnerstag die neue Küche schon eingebaut werden soll. Deshalb konnte ich auch nicht auf einen neuen Personalausweis warten, hab einfach keine Zeit.

Am Freitag dann die Küche wieder einräumen und weiteres aufräumen und Samstag …

… tja, dann folgt der eigentliche Grund für den ganzen Stress die Woche. Naja, eigentlich ja heute, aber dazu schreibe ich gleich noch nen Artikel. Stay tuned :)